Blut auf dem Schulhof? – Wenn der Schulhof zur Krimibühne wird

Dieser Frage gingen am letzten Mittwoch die Schülerinnen und Schüler des Religionskurses 10HS nach.
Hinter dem Naturwissenschaftstrakt fanden sie Blut, blutbeschmiertes Papier, einen blutigen Stein und einen Kreideumriss. Schnell war klar: Totschlag!
Es wurde überlegt, was genau passiert war und warum es passieren musste. Fassungslosigkeit machte sich breit.
Schließlich gingen die Schülerinnen und Schüler wieder in den Klassenraum und versuchten, den Unterricht wieder aufzunehmen.

Beim Lesen der Bibelstelle wurde schnell das Thema der Stunde klar: „Tat aus Eifersucht – Kain tötet seinen Bruder Abel“.
Die Studentin und die Religionslehrerin haben alles geplant und vorbereitet. – Es war ein Fake –
Die Schülerinnen und Schüler sollten sich auf eine biblische Geschichte einlassen und sich in die Situation von Kain hineinversetzen. Sie gingen dem Gefühl der Eifersucht nach und überlegen, wie man das Gefühl auf gute Weise wieder loswird. Aber auch die Folgen von schlechten Entscheidungen und unkontrollierter Wut wurden beleuchtet.

Alle hatten nach dem Lesen der biblischen Geschichte vom Brudermord einen Teil der Geschichte  gefunden, den sie künstlerisch darstellen wollten und so konnte die Geschichte vom Lesetext in eine Collage umgewandelt werden. Die Interpretationen und Ideen waren vielfältig und kreativ. Vor allem das Gespräch unter den Schülern zeigte, dass es sie berührt hat und bereits beim Bemerken von Eifersucht offen mit dem Gegenüber gesprochen werden muss. Meist kann sich dann bereits viel klären.  

Nun wartet der gesamte Religions-Kurs auf den nächsten biblischen Krimi. Aber dann dürfen die Schüler die Inszenierung übernehmen. Wir sind gespannt.


Hospizarbeit im Kinder- und Jugendbereich: Joshuas Engelreich

Am 06.10.2020 wurden zwei evangelische Religionskurse der zehnten Klassen von der Pflegedienstleitung vom Kinder- und Jugendhospiz Joshuas Engelreich besucht. Es erfolgte im Rahmen der Unterrichtseinheit „In Würde sterben – Tod und Trauer“. Die Pflegedienstleiterin hielt zunächst einen kleinen Vortrag über das Hospiz. Danach hatten die Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, konkrete Fragen über diese herausfordernde Arbeit zu stellen. Wichtige Inhalte, die die Schülerinnen und Schüler sehr interessierten, waren Einzelheiten über die Betreuung schwerkranker und sterbender Kinder und Jugendlicher, die Unterstützung der Familie in dieser Extremsituation und die Begleitung in der Trauerarbeit. Eine der sehr positiven Seiten dieses Besuches war, dass die Lebenswirklichkeit der betroffenen Familien in den Fokus rückte. 


Eine Brücke im Religionsunterricht

In unserem Religionskurs haben wir das Symbol Brücke besprochen. Dabei haben wir in der Geschichte vom Turmbau zu Babel erfahren, dass Kommunikation eine Brücke zwischen den Menschen ist. Viel zu viele Missverständnisse und Vorurteile entstehen, weil Menschen nicht miteinander sprechen.  Als ein Ergebnis stellte unser Kurs fest, dass das Internet als Kommunikationsmittel zwar zuverlässig und schnell ist, aber dennoch anonym und keineswegs soziale Kontakte ersetzt. Der Mensch ist nämlich ein soziales Wesen, der den Kontakt zu anderen Menschen benötigt. Obwohl uns die digitale Welt vorspielt, uns näher zusammenzubringen, sorgt sie an vielen Stellen dafür, dass Menschen zuhause alleine sitzen, verinseln und menschliche Kontakte vermeiden. Unser Kurs ist zu dem Schluss gekommen: Kommunikation und Sprache sind sehr wichtig. #formoresocializing (Klasse 9a/9b)